Die digitale Fotografie – Steckbrief einer Revolutionärin

Spätestens seit dem Beginn des neuen Jahrtausends hat die digitale Fotografie die Weiten der Fototechnik im Sturm erobert. Sie hat die analoge Fotografie auf die hinteren Ränge verdrängen können und damit eine Herrschaft beendet, die weit in das 19. Jahrhundert hineinreicht. Doch wodurch ist ihr diese Revolution gelungen?

Alles in einem – Die Vorteile der Digitalfotografie

Die digitale Fotografie unterscheidet sich von ihren Vorgängern vor allem dadurch, dass sie, wie der Name verrät, Bilder digitalisiert und sie dadurch schneller und vor allem ohne nennenswerten Mehraufwand zur Verfügung stellt.

Das bedeutet auch, dass – von dem Erwerb entsprechender Speichermedien abgesehen – keine Mehrkosten für den Betrieb einer Digitalkamera entstehen. Man denke dabei etwa an

  • den Film,
  • das Fotopapier
  • oder gar an die Zeit, die für die Entwicklung eines Bildes bei der analogen Fotografie aufzubringen ist.

Bei digitalen Bildern ist die Fotoentwicklung nicht länger mit mühseligem Arbeitsaufwand verbunden, sondern hängt einzig und allein von der Leistungsfähigkeit des Mediums ab, auf dem sie nach dem Fotografieren betrachtet werden.

Sofern es sich dabei nicht um einen uralten Rechner handelt, der nur aufgrund nostalgischer Anwandlungen noch nicht dem Sondermüll zugeführt wurde, gestaltet sich die Betrachtung der Fotos in der Regel recht problemlos.

Gleiches gilt für

  • die beliebige Vervielfältigung,
  • Manipulation
  • und anderweitige Bearbeitung eines digitalen Bildes.

Das Einscannen eines entwickelten Fotos ist dazu nicht länger nötig, denn der Transfer kann nun über ein elektronisches Speichermedium erfolgen.

Die aktuellen Kameramodelle können mittlerweile sogar schon integriertes W-LAN zu ihrem technischen Arsenal zählen, wodurch die Bereitstellung der Fotos vollständig vereinfacht wurde.

Durch die digitale Rückwand ihrer Kamera sind Fotografen überdies dazu in der Lage, die zuvor geschossenen Bilder mit einem einfachen Knopfdruck aufzurufen und zu überprüfen.

Eine technische Revolution, die ihre Wirkung gezeigt hat. Sie öffnete die Tür zu einem weiten Feld an neuen Möglichkeiten. Vor allem aber erleichtert diese Neuerung die Arbeit derjenigen, die sie sich zu Nutze machen. Neben hauptberuflichen Fotografen verstehen auch andere Berufszweige die Fotografie als essentiellen Teil ihrer Arbeit. So sind es im Dienstleistungsbereich vor allem Privatdetektive, die aus der Digitalfotografie einen großen Nutzen ziehen können.

Die Digitalkamera – der beste Freund des Privatdetektivs

Jochen Meismann, Geschäftsführer der A Plus Detective GmbH, berichtet im Gespräch, dass Digitalkameras in unterschiedlichen Varianten eines der wichtigsten Werkzeuge von Detektiven sind.

Zu den Hauptaufgaben eines Detektivs zählt es vor allem, Indizien zu sammeln und zu sichten, um daraus nach Möglichkeit stichhaltige Beweise entwickeln zu können und diese an den jeweiligen Auftraggeber weiterzuleiten.

In diesen Bereich fällt in sehr vielen Fällen auch die ausführliche Dokumentation aller auftretenden Indizien bei der Beobachtung einer Zielperson.

Um bei der Beweisführung später nicht aus dem Gedächtnis schöpfen zu müssen, empfiehlt es sich dabei natürlich, die Handlungen, Begegnungen oder gar das Erscheinungsbild des oder der Beobachteten fotografisch festzuhalten, sofern es mit dem geltenden Gesetz in Einklang zu bringen ist.

Welches Werkzeug wäre dafür geeigneter als die digitale Fotografie?

Tatsächlich dürfen Privatdetektive unter der Wahrung strenger rechtlicher Richtlinien Personen im Rahmen eines Auftrages fotografieren. Etwa dann, wenn sie Zeugen einer Handlung werden, die unter den Straftatbestand fällt und deshalb dokumentiert werden sollte. Hier sind laut Jochen Meismann sehr strenge Maßstäbe anzusetzen, die zu beachten sind. Die Persönlichkeitsrechte sind stets einzuhalten.

Wer einem potentiellen Gesetzesbrecher auf der Spur ist, sollte dabei stets so diskret wie möglich sein und Vorsicht walten lassen. Auch ein ausreichender Abstand zu der beobachteten Person ist unbedingt einzuhalten, um nicht unnötig aufzufallen.

Möglicherweise ist es jedoch vor allem Geschwindigkeit, die zum rechten Moment einen entscheidenden Unterschied machen kann.

Deshalb ist es für einen Privatdetektiv ratsam, die eigenen Werkzeuge auf ihren praktischen Nutzen hin zu überprüfen und sie darauf basierend auszuwählen. Zudem sollte er darauf achten, dass er alle Utensilien in seinen Jacken- oder Hosentaschen verstauen kann, um seine Beweglichkeit im Einsatz nicht zu behindern. In der Regel erfüllt eine handelsübliche Digitalkamera all diese Anforderungen einwandfrei.

Früher wusste der Ermittler früher nicht, ob das „geschossene“ Foto auch wirklich gelungen ist. Es dauerte immer seine Zeit bis er die entwickelten Fotos aus der Schwarz-Weiß Fotografie auf dem Tisch hatte. Heute reicht der kurze Blick aufs Display um zu sehen, ob alles abgelichtet wurde, was abzulichten ist. Ein ganz enormer Vorteil der digitalen Fotografie gegenüber der analogen.

Die digitale Fotografie in der Praxis – wie kann sie helfen?

Mit Hilfe der digitalen Fotografie kann der Detektiv unauffällig und schnell eine große Vielzahl von Bildern schießen, um die Dokumentation eventueller Ereignisse zu erleichtern. Er ist nicht mehr an die Kapazitäten des analogen Films gebunden.

Außerdem kann er diese Bilder, wenn er das möchte, bereits einen Augenblick später auf der digitalen Rückwand der Kamera sichten und vergrößern, um Details prüfen zu können. Bei einem analogen Modell hingegen könnte er sich dessen nicht sicher sein und müsste die Fotos zunächst entwickeln lassen.

Mit einer ausklappbaren digitalen Seiten- oder Rückwand wäre er zudem in der Lage, um Ecken oder andere Hindernisse herum zu fotografieren, zu filmen oder auch nur sehen, ohne dabei auf eine Bildvorschau verzichten zu müssen.

Dies ist beispielsweise ratsam, wenn der Privatdetektiv sich in unmittelbarer Nähe der Zielperson befindet, aber selbst nicht in Erscheinung treten möchte.

Für den entgegengesetzten Fall, dass er mit dem Gegenstand seiner Beobachtung in unmittelbaren Kontakt treten möchte, kann er die Selbstauslöser-Funktion verwenden, um die Interaktion festzuhalten, ohne selbst die Fotos auslösen zu müssen.

War der Detektiv nun mit seinen Beobachtungen erfolgreich und ist von seinem Einsatz zurückgekehrt, kann er die aufgenommenen Bilder sichten, analysieren und auf ihre Tauglichkeit hin bewerten. Die Fotos lassen sich am Rechner einlesen, sammeln, vervielfältigen und verschicken, etwa um Kollegen bei ihrer Arbeit zu unterstützen oder um sie dem Auftraggeber zukommen zu lassen.

Ein zusätzliucher Vorteil der Digitalfotografie ist nun, dass jedes einzelne Bild mit Datum und Uhrzeit versehen ist, was zum einen natürlich die Dokumentation erleichtert, zum anderen aber auch die Beweisführung unterstützen kann.

Die klare Beweislage führt zu einem eindeutigen Schluss

Ein Blick auf die gesammelten Indizien verrät, dass die Digitalfotografie die Arbeit der Privatdetektive erheblich erleichtern kann.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass

  • die große Speicherkapazität,
  • das handliche Format der Kameras,
  • die hohe Leistungsfähigkeit,
  • der Wegfall der Betriebskosten,
  • die problemfreie und unmittelbare Sichtung der Bilder,
  • die unkomplizierte Verfielfältigung,
  • die erleichterte Dokumentation,
  • die hochauflösende Bildqualität
  • und die Kompatibilität mit den meisten Speichermedien des 21. Jahrhunderts,

entscheidende Faktoren in der Welt eines Detektivs sind. Die Digitalfotografie ist somit zu der wichtigsten Waffe eines Privatdetektivs in seinem Kampf gegen das Verbrechen geworden. Der Beweis dafür ist erbracht.

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