Alles was Sie über Schwarz/Weiß-Fotografien wissen müssen.

Ein guter Grund, warum viele das Spiel mit Licht und Schatten so mögen, stellt die Tatsache dar, dass es gar nicht so einfach ist, Aussagen anschaulich zu transportieren. Ein Motiv findet sich schnell. Doch es ins richtige Licht zu setzen, nicht. Nehmen Sie zwei Bilder derselben Person und machen sie eines in Farbe, das andere in schwarz/weiß. Betrachter werden dann sagen, dass auf dem Bild ohne Farbe mehr Dynamik und mehr Emotionen herrschen. Einige werden sich sogar über die zum Ausdruck kommenden Gefühle der Person uneins sein. Durch diese Technik kreieren Sie einen Blick auf eine kleine Welt, die nur durch Ihr Foto wie durch ein Fenster betrachtet werden kann.

Porträt in Schwarz Weiß Fotografie

Sie können auch ein Foto aufnehmen, und dann nach und nach mit Farbfilter experimentieren. Das Ergebnis verändert sich immer wie im Regenbogen. Einige Künstler haben nur ein Foto gemacht. Danach haben sie dieses in verschiedenen Farben entwickelt, nebeneinandergelegt oder gar eine Ausstellung gemacht. Die Reaktionen waren von WOW bis hin zu „Hatte der kein anderes Motiv!“.

Schwarz-Weiss-Fotoshootings

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Was können Farbfilter bewirken?

Farbfilter sind dazu gedacht, den Kontrast zu erhöhen, und die Details hervorzuheben oder zu verdecken. Meistens werden gefärbte Gläser oder eingefärbte Kunststoffe und Folien auf analoge Kameras aufgeschraubt. Somit werden sie direkt vor das Objektiv gesetzt werden. Mittlerweile ist dies auch bei Digitalkameras möglich. Hochwertige Kameras haben ihn auch schon integriert. Der Filter filtert dann die gewünschte Farbe heraus.

Filter und ihre Verwendung:

Je nachdem, was für eine Farbe im Foto vorherrscht, kommen verschiedene Filter zum Einsatz, um sie zu verstärken oder abzuschwächen. Dies erkennt man daran, dass Grautöne später heller oder dünkler auf dem Foto dargestellt werden.

In der Schwarz/Weiß-Fotografie geben Gelb-, Organe-, Rot-, Grün- oder Blau-Filter einem Foto Tiefe und Dynamik. Somit werden Grautöne verschoben. Lichtwellen werden verschoben und Komplementärfarben aufgenommen. So ein Himmel mit Vögeln und Nebel so gestaltet werden, dass die Vögel in den Vordergrund treten. Blaufilter sind hervorragend für Portraitaufnahmen geeignet. Hier können Tatoos und Narben sehr gut herausgearbeitet werden.

Die Digitale Aufnahme:

1) Wählen sie ein Motiv.

2) Dann stellen Sie Ihre Kamera (Spiegelreflexkamera), wenn möglich, auf „manuell“. Danach können die Feineinstellungen je nach Lichtverhältnis vorgenommen werden. Der Knopf mit dem ISO-Wert wird dem Licht angepasst. An sonnigen Tagen stellen Sie am besten den Wert 100 ein. Je weniger Licht, desto höher der Wert. In Räumen ist der Wert 800 zu empfehlen. Je nach Modell variiert dieser sehr stark. Ist der Wert hoch, so kann es zu einem Bildrauschen (Körnung) kommen.

3) Nun können Sie die Blende öffnen und die Schärfe-Einstellung vornehmen. Ob Sie sich nur auf einen Punkt konzentrieren oder breit fächern wollen, hängt vom Motiv ab. Das bedeutet, bei „breit gefächert“ wird jedes Detail sichtbar. Dazu stellen Sie den Knopf irgendwo zwischen f/8 oder f/11 ein. Möchten Sei einen Bokeh-Effekt erzielen, müssen Sie die Blende schließen und den Knopf auf f/1,8 oder f/2,8 stellen.

4) Belichtung: Was früher Stunden gedauert hat, geht heutzutage ganz leicht per Knopfdruck. Einfach die Belichtungsskala knapp unter 0 setzen und der Kontrast wird stärker.

Nun noch ein paar Testfotos schießen und überprüfen, ob das Ergebnis passt. Gefallen Ihnen die Fotos, dann heißt es üben, üben, üben.

Die Kunst, gute Portraitfotos zu kreieren!

Viele nutzen die Besonderheit der Schwarz/Weiß-Fotografie für Porträt-Fotos. Damit lassen sich sehr gut Konturen hervorheben. Der Betrachter wird nicht durch zu viel Farbe abgelenkt. Der Betrachter soll sich auf die Bildtiefe konzentrieren, auf die eigentliche Aussagen und die Gefühle, die im Foto zum Ausdruck kommen. Die Details werden dadurch ebenfalls besser herausgearbeitet. Zur Erzeugung von Spannung ist diese Technik das perfekte Mittel zum Zweck. Ist die Dynamik bereits vorhanden, so wird diese verstärkt. Der Betrachter wird bei längerem Hinsehen glauben, es bewegt sich von selbst.

Was die Kunst ausmacht und was ein Neueinsteiger lernen muss!

Sie werden erkennen müssen, wann das Zusammenspiel von Licht und Schatten erforderlich ist, und wann nicht. Dies wird auch als „Schwarz-Weiß-Sehen“ bezeichnet. Das ist bei Farbfotos auch der Fall, aber eben mit den Farbverläufen.

Einige Tipps und Tricks!

Filter: Allgemein ist es so, dass die Komplementärfarbe vom Farbfilter auf der Aufnahme dunkler ist und die Eigenfarbe dann heller. Zum Beispiel Kirschrot: Wenn Sie einen Kirschbaum damit fotografieren, so werden Sie merken, dass der Baumstamm (braun) dünkler ist, und die Kirschen (rot) heller.

Bei Analogen Fotografien können die Kontrast-/Farb-Fehler nur mit passendem Farbfilter behoben werden. Bei Digital Aufnahmen ist dies durch Programme und Bildbearbeitung leicht zu kaschieren.

Das Licht und der Schatten-Spiel (Bei gutem Licht muss später weniger bearbeitet werden!): Hartes Sonnenlicht ist ideal für Schwarz/Weiß, nicht für bei Farbfotos. Der Grund liegt darin, dass die Schatten die Stimmung eines Bildes wie kein anderes Mittel beeinflussen.

Einstellungen Ihrer Kamera: Es ist ratsam, dass für ausschließlich Schwarz/Weiß-Fotografien werden soll, auf „Monochrom mit angehobenem Kontrast“ eingestellt wird. Das hilft hinterher beim Bildbearbeiten. Bei manchen Kameras ist dies unterschiedlich einzustellen. Da hilft in allen Fällen die Bedienungsanleitung.

Dies 3 Modi sind ideal und nahezu perfekt dafür: Manuell-Modus, RAW-Modus (SW-Modus) und HDR-Modus.

Manche Kameras speichern im Raw Dateien (SW-Modus=Grauabstufungen). Die Bilder sind dann im Lightroom ebenfalls auch in Farbe zu sehen! Bei Raw ist der Bildstill nicht dauerhaft eingestellt.

Orte finden:

Es gibt den sogenannten „Liveview“. Bei diesem Modus/Stil passt sich die Kamera ständig an die Lichtverhältnisse an. Für manche Fotos ist das ideal. Der Still kann auch mit dem manuellen Fotografie Modus verbunden werden. Mit einem Automatik Programm kombiniert, kann nachvollzogen werden, was unser Auge binnen Sekunden machen. So können gute Orte gefunden werden.

Beim Fotografieren sollte die Kamera auf das Umgebungslicht und die -verhältnisse ideal eingestellt sein. bei „Liveview“ ändert sich dann der Modus nicht mehr.

Einige haben eine eingebaute Vorschau. Das stellt eine zusätzliche Hilfe dar.

Nachbearbeitung:

Kontrast in das Foto bringen!

Beim Schneiden ist es ratsam, die Schwarzwerte zu nehmen. Bei den meisten ist der dunkelste Farbton dann nicht mehr RGB.0,0,0. Bei den Weißen ist RGB 255,255,255 der hellste Wert.

Setze Körnung ein und sie bekommen einen Analogenflair.

Das Absaufen von Schwarzwerten hilft beim Ausblenden von unerwünschten Sachen.

Einige Schwarz/Weiß-Mischungen können die Klarheit des Bildes verbessern.

Fazit

Die richtigen technischen Einstellungen, der perfekte Ort und die dazu passende Kulisse bilden die Basis für schöne Fotos. Die Superfotos mit dem Spezialeffekt gelingen aber nur mit der Schwarz/Weiß-Technik. Die passenden Filter, die Belichtung und der Schnitt tun ihr Übriges, um zu punkten. Heutzutage werden alte Filme in Schwarz/Weiß-Optik immer beliebter. Diese sind kaum an Dramatik und Dynamik zu überbieten. Details treten verstärkt in den Vordergrund. Gefühle, Mimik, Gestik und Dramatik werden stechen besser hervor.

2 Thoughts on “Schwarz/Weiß-Fotografie – Vergangenheit oder Zukunft?

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